Führungen in Mallorca
Mallorca ist die größte Baleareninsel und zerfällt in drei Landschaften, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Die Serra de Tramuntana zieht sich neunzig Kilometer an der Nordwestküste entlang — UNESCO-Kulturlandschaft aus Trockensteinterrassen, über tausend Jahre gebaut, mit der Straße von Sóller nach Sa Calobra und ihren dreizehn Kehren, für die Rennradfahrer aus ganz Europa anreisen. Die Mitte ist flaches Ackerland und Steindörfer. Osten und Süden haben die Calas: schmale Buchten, Kiefern bis ans Wasser.
In Palma lebt der Großteil der Insel, und dort steht auch ihr bestes Einzelbauwerk: die Kathedrale La Seu, deren Rosette die größte der Gotik ist und deren Seitenkapelle Gaudí nie fertigstellte. Abseits davon lohnen die Bergdörfer Valldemossa, Deià und Fornalutx; Alcúdia bewahrt einen ummauerten römisch-mittelalterlichen Kern; und Sóller fährt bis heute eine Holzstraßenbahn zum Hafen.
Was man auf Mallorca unternimmt, teilt sich in Küste und Berg, und die Insel belohnt es, pro Tag eines zu wählen statt beides. Bootstouren starten in Port de Sóller, Alcúdia und Palma; Wandern und Radfahren gehören in die Tramuntana; die Höhlen von Drach und Hams sind die Schlechtwettervariante. Saison ist März bis November, mit April bis Juni als bester Zeit — warm, grün und bevor der Sommer die Calas füllt. Touren auf Mallorca lassen sich außerhalb von Juli und August leicht buchen.





























