Teneriffa, Kanarische Inseln, Spanien
Tour mit Walbeobachtung in Teneriffa auf dem Piratenschiff Peter Pan.
2 Stunden
Ab€27.00/ Person
Die Kanarischen Inseln sind acht bewohnte Vulkaninseln, hundert Kilometer vor Marokko und weit weg von Spanien, und sie teilen sich die Arbeit. Teneriffa ist die größte und belebteste: der Teide mit 3.715 Metern, der höchste Punkt Spaniens, der Walkanal an seiner Südflanke, die Ferienorte von Los Cristianos bis Costa Adeje. Gran Canaria hat die Dünen von Maspalomas, die Schluchten von Guayadeque und Las Palmas, eine Hauptstadt mit echter Altstadt. Lanzarote sieht am fremdesten aus: die Lavafelder von Timanfaya, die weißen Dörfer um Teguise, eine Inselästhetik, die ein Architekt, César Manrique, mehr oder weniger entworfen hat. Fuerteventura ist Wind und Strand, Morro Jable an der Spitze. Die westlichen Inseln sind ruhiger und grüner: La Palma für Sterne, La Gomera für den Lorbeerwald von Garajonay, El Hierro und La Graciosa für alle, die den anderen sieben entkommen wollen.
Die Passatwinde geben den Takt vor. Vulkane sind die Schlagzeile — die Kraterstraße über den Teide, die Feuerlöcher von Timanfaya, Sternenabende, die es gibt, weil Höhe und Luft fast alles in Europa schlagen. Das Meer liefert den Rest: Wale und Delfine in jedem Monat, weil die Schulen vor Teneriffa nicht wandern, dazu Segeln, Tauchen und die langen Strände. Essen und Wein sind besser als ihr Ruf, Reben in schwarzer Vulkanasche und Flaschen, die die Inseln meist nie verlassen. Dazu Schluchtenwanderungen, und eine Woche ist voll.
Praktisches. Von Insel zu Insel geht es per Flug oder Fähre, nicht als Tagesausflug, also zuerst entscheiden, wo man wohnt; das Angebot hängt an der Insel. Das Wetter ist der ganze Punkt und komplizierter als die Prospekte: Die Passatwinde halten die Küste das ganze Jahr zwischen etwa 18 und 26 Grad, doch jede Insel hat einen nassen grünen Norden und einen trockenen hellen Süden, oft am selben Nachmittag, und ein paar Mal im Jahr weht der Calima Saharastaub über alles und nimmt die Sicht mit. Nächte auf dem Teide sind kalt, egal was die Küste tut. Die Inseln sind billiger als das Festland, auch weil die örtliche Verkaufssteuer ein Bruchteil der spanischen Mehrwertsteuer ist — ein Kaffee etwa anderthalb Euro, ein Tagesmenü zehn bis zwölf. Trinkgeld folgt der spanischen Gewohnheit aus Kleingeld und Aufrunden, nie einem Prozentsatz. Der Gipfelkegel des Teide braucht eine kostenlose Genehmigung, Wochen im Voraus gebucht; die Seilbahn erreicht 3.555 Meter auch ohne. Hochsaison ist hier der Winter: Der Januar füllt sich, wie der Juni es nicht tut.
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