Theater von Side, Demre und Aspendos 2026: GetExperience
Das Kulturprogramm von Side beginnt mit dem, was in der Stadt selbst steht. Das römische Theater wurde hier nicht in einen Hang gesetzt, wie in Anatolien üblich, sondern auf Gewölbe gestellt — eine künstliche Konstruktion, weil der flache Boden am Meer keine Stütze bot. Daneben belegt ein Museum ehemalige römische Thermen: Sarkophage, Statuen und Grabsteine stehen in Räumen, die einst Schwitzsaal und Umkleide waren. Jenseits der Straße liegen Agora und Monumentaltor, draußen auf der Spitze die Säulen des Apollon-Tempels.
Der wichtigste Ausflug führt nach Lykien: Demre, Myra und Kekova. Dort begegnet man einer anderen Bestattungskultur — die Lykier schlugen ihre Gräber direkt in die Felswand über dem Theater und bildeten die Formen hölzerner Häuser im Stein nach. In Demre steht die Kirche des heiligen Nikolaus, des Bischofs von Myra, aus dem die Gestalt des weihnachtlichen Gabenbringers hervorging. Die versunkene Stadt vor der Insel Kekova betrachtet man vom Glasbodenboot: Ein Erdbeben des zweiten Jahrhunderts senkte einen Teil der Bauten unter die Oberfläche, das Mauerwerk scheint durchs Wasser.
Der dritte Ort ist das Theater von Aspendos, rund fünfunddreißig Kilometer entfernt und eines der besterhaltenen im Mittelmeerraum: Die Bühnenwand steht fast vollständig, die Akustik funktioniert weiterhin, im Sommer finden dort Konzerte statt. Praktisches: Fast alles liegt unter freiem Himmel, Schatten ist knapp und der Stein uneben, geschlossene Schuhe und Wasser sind nötig. Für die Nikolauskirche bedeckte Kleidung wählen.

















