
Städte-Guide
Sightseeing in Lavrio
Lavrio ist eine Hafenstadt an der Südostspitze Attikas, eine Stunde von Athen und nach Piräus das zweite Tor zu den Kykladen. In der Antike wurde von hier eine ganze Wirtschaft gesteuert: Die Silberminen von Laurion bezahlten die athenische Flotte, die die Perser bei Salamis schlug, und die Spuren jener Industrie — Schächte, Waschanlagen — sind in den umliegenden Hügeln bis heute zu lesen. In der Nähe, am Kap Sounion, steht der Poseidontempel, doch die Hauptrolle der Stadt ist heute eine andere: Sie ist das Tor, aus dem die Fähren zu den westlichen Kykladen auslaufen.
Die Hauptrichtung von hier ist Milos, eine Vulkaninsel dreieinhalb Stunden entfernt. Die Ausflugsprogramme ab Lavrio bauen auf ihr auf: ein Spaziergang durch Plaka, die Inselhauptstadt mit venezianischem Kastro auf dem Gipfel, alte Fischerdörfer, in denen die Bootsgaragen namens Syrmata in allen Farben gestrichen sind, und die Katakomben — unter den größten frühchristlichen Griechenlands, nahe der Stelle, wo die Venus von Milo gefunden wurde.
Der Sinn des Formats: Die Insel wird ohne Umzug genommen — Morgenfähre ab Lavrio, ein Tag auf Milos mit örtlicher Begleitung, Abendfahrt zurück. Für alle, die in Athen oder an Attikas Ostküste wohnen, ist es der kürzeste Weg zu den echten Kykladen — nicht zum Schaufenster-Santorin, sondern zu einer Insel, deren Alltag die Saison noch nicht umgeschrieben hat.
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