Führungen in Griechenland

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Griechenland ist ein Festland, dem rund sechstausend Inseln und Eilande vorgelagert sind. Bewohnt sind weniger als 230 davon. Die erste Entscheidung lautet nicht, was man ansieht, sondern in welches Griechenland man fährt.

Wie sich das Festland aufteilt

Der Pindos zieht sich wie ein Rückgrat hindurch, und der Olymp bringt es auf 2.917 Meter. Die Straßen winden sich darum herum. Stunden zählen mehr als Kilometer.

  • Attika. Die Hauptstadt, der wichtigste Flughafen, die Häfen, aus denen die Inselfähren auslaufen.
  • Der Peloponnes. Eine Insel, seit der Kanal von Korinth ihn 1893 abtrennte. Wehrtürme der Mani, byzantinische Städte, leerer Sand.
  • Die Mitte. Thessalien und die Halbinsel Pilion, dahinter über dem Pindos der Epirus: Ioannina, Zagori, die Vikos-Schlucht.
  • Makedonien und Thrakien. Der Norden, fünfhundert Autobahnkilometer von Athen, mit echten Wintern.

Welcher Archipel welcher ist

Die Inseln sind nicht ein und dasselbe. Sie unterscheiden sich in Gestein, Regen und Geschichte, und die Gruppe zählt mehr als die einzelne Insel. Kreta steht für sich.

  • Die Kykladen. Kahl, trocken, weiß gekalkt, mitten in der Ägäis. Der Wind findet sie zuerst.
  • Der Dodekanes. Entlang der türkischen Küste, Kreuzritterburgen auf die Antike gestapelt.
  • Die Ionischen Inseln. Die grüne Seite des Landes, feuchter, venezianisch statt osmanisch.
  • Die Sporaden. Kiefern bis ans Wasser, und bei Alonnisos der erste Meerespark Griechenlands.
  • Die nordöstliche Ägäis. Samos, Chios, Lesbos, Limnos: groß, bäuerlich, still.

Woraus die Tage bestehen

Tage werden hier im Ganzen verkauft, meist mit Abholung. Was sie füllt, hängt von der Insel ab.

  • Antike mit Führung. Die Mauern sind fort, und der Grundriss erschließt sich selten von allein.
  • Ein Boot zur nächsten Insel. Paros und Naxos verkaufen Tagesfahrten nach Santorin, Mykonos und Delos; Lefkada nach Kefalonia und Ithaka; Samos hinüber in die Türkei.
  • Wandern. Schluchten, Maultierpfade zwischen den Dörfern, Höhenwege, die im August erträglich bleiben.
  • Essen. Marktgänge und Kochkurse; die Rezepte wechseln von Insel zu Insel.

Das meiste davon gibt es doppelt: als Platz im Bus oder als Privatwagen. Dieser Preis gilt pro Wagen, nicht pro Kopf.

Praktisches

  • Saison. Ende April bis Ende Oktober. Juli und August sind heiß, voll und teuer; am wärmsten ist das Meer im September.
  • Der Meltemi. Ein Nordwind, im Juli und August über der mittleren Ägäis am härtesten. Er streicht Bootsfahrten, also vor dem Rückflug eine Nacht Puffer einplanen.
  • Fähren. Athen hat drei Häfen: Piräus, Rafina, Lavrio. Sie bedienen unterschiedliche Inseln.
  • Geld. Karten funktionieren fast überall, auf kleinen Inseln hilft Bargeld weiter. Trinkgeld heißt aufrunden oder fünf bis zehn Prozent.
  • Zeiten. In den Küchen wird spät gegessen, um zwei zu Mittag und um neun zu Abend. Antike Stätten schließen im Sommer früh und haben keinen Schatten.

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