Führungen in Rhodos

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8 Erlebnisse Rhodos (Insel)

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Rhodos-Stadt sind zwei Städte in einem Mauerring. Die mittelalterliche Stadt bauten die Johanniter, nachdem sie die Insel 1309 genommen hatten: vier Kilometer Befestigung, elf Tore und die kopfsteingepflasterte Ritterstraße, die zwischen den Herbergen hinaufsteigt, in denen die einzelnen Zungen des Ordens wohnten. Oben steht der Großmeisterpalast, den die Italiener in den 1930er Jahren als Sommerresidenz für Mussolini wieder aufbauten, die dieser nie bezogen hat — die Hülle ist mittelalterlich, die Innenräume und die aus Kos herübergebrachten römischen Mosaiken sind es nicht. Darum und darunter hält sich die osmanische Schicht in der Süleymaniye-Moschee, im Mustafa-Hamam und im Uhrturm, und das jüdische Viertel im Osten bewahrt die Synagoge Kahal Shalom, die älteste Griechenlands, und den Platz der Märtyrer.

Der Besuch geht zu Fuß und lohnt eine Führung, weil Ritter-, Osmanen- und Italienerarbeit an derselben Straße stehen und sich vom Pflaster aus schwer auseinanderhalten lassen. Das Archäologische Museum sitzt im Ritterhospital und hält die kleine marmorne Aphrodite, über die Lawrence Durrell geschrieben hat. Vor den Mauern wird der Koloss überliefert im Hafen von Mandraki verortet — über die Einfahrt gespreizt war er nicht, und erhalten ist von ihm nichts —, dazu drei Windmühlen und ein Fort auf der Mole. Nördlich davon läuft die neue Stadt hinaus zum Strand von Elli und zum Aquarium an der Landspitze. Busse und Boote für den Rest der Insel starten am Hafen und an den Stationen neben den Mauern, und genau das macht die Stadt zur Basis statt zum Zwischenstopp.

Praktisches. Innerhalb der Mauern ist die Altstadt im Juli und August heiß und stickig, wenn die Nachmittage in den mittleren Dreißigern liegen und der Stein seine Wärme noch lange nach Einbruch der Dunkelheit zurückgibt; früher Morgen und die Stunde vor dem Abendessen sind die Zeiten, in denen sich das Gehen lohnt. Kreuzfahrtschiffe machen in Mandraki fest, und an diesen Tagen füllt sich die Mauerstadt zwischen zehn und vier. Das Kopfsteinpflaster ist grob, rund und bei Nässe rutschig, und unpassende Schuhe verderben den Besuch schneller als alles andere. Von innen sehen die Tore gleich aus, also merken, durch welches man gekommen ist, denn die Gassen sind ein echtes Labyrinth und die Karte im Telefon driftet zwischen den hohen Mauern. Autos bleiben aus dem größten Teil der Altstadt draußen, und die Parkplätze am Graben sind am Vormittag voll. Die Lokale an den Hauptgassen lassen sich die Lage bezahlen; die im Wohnviertel im Süden sind besser und billiger. Die Boote nach Symi fahren gegen neun und werden bei starkem Wind abgesagt.

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