Führungen im Palast von Knossos

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Führungen im Palast von Knossos

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Der Palast von Knossos ist der größte der minoischen Paläste und die wichtigste archäologische Stätte Kretas. Das erste Gebäude entstand um 1900 vor Christus und wurde nach der Zerstörung neu errichtet; in seiner Blüte nahm die Anlage rund 14.000 Quadratmeter ein, mit über tausend Räumen auf mehreren Ebenen, Lichtschächten, Wasserleitung und Kanalisation. Mit diesem Gewirr von Gängen wird der Mythos vom Labyrinth und vom Minotaurus verbunden.

Ausgegraben hat den Palast Arthur Evans, der 1900 begann und dreißig Jahre daran arbeitete. Er legte die Ruinen nicht bloß frei, sondern ergänzte sie in Beton: rote, nach unten schmaler werdende Säulen, Decken, Treppen. Über diese Rekonstruktion streiten Archäologen bis heute — doch gerade sie lässt Höhe und Volumen des Baus begreifen. Der Thronsaal mit dem Gipsthron und den Greifen an den Wänden ist an Ort und Stelle erhalten, die Fresken mit Delfinen, dem Lilienprinzen und den Stierspringern dagegen sind Kopien: Die Originale kamen ins Archäologische Museum von Heraklion.

Praktisches: Bis zum Palast sind es vom Zentrum Heraklions fünf Kilometer, ein Stadtbus fährt hin. Das Kombiticket mit dem Museum ist günstiger als zwei einzelne, und beides an einem Tag ergibt Sinn. Schilder gibt es vor Ort wenige, ohne Führung bleibt vieles ein Steinhaufen. Der Rundgang dauert anderthalb bis zwei Stunden, Schatten fehlt fast ganz, im Juli und August geht man besser zur Öffnung oder gegen Abend.

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