Testi Kebabı und Weine Kappadokiens 2026: GetExperience
Unterhaltung ist in Kappadokien nicht so gebaut wie an der Küste: Wasserparks und Schaumpartys gibt es hier nicht, dafür Abende in Höhlensälen. Die Kappadokische Nacht ist ein offenes Buffet mit einem Programm aus Volkstänzen verschiedener Regionen der Türkei, vom Schwarzmeer-Horon bis zu kaukasischen Formen; sie findet in einem aus Tuff geschlagenen Raum statt, dessen Gewölbe und Akustik von der Natur stammen und nicht von einem Architekten.
Ein eigenes Format ist die Zeremonie der drehenden Derwische. Das ist kein Konzert, sondern ein religiöser Ritus des Mevlevi-Ordens, der ins dreizehnte Jahrhundert zurückreicht: Zum Klang der Ney und einer Trommel drehen sich die Teilnehmer um die eigene Achse, eine Handfläche nach oben, die andere nach unten. Zuschauer werden gebeten, nicht zu applaudieren und nicht mit Blitz zu fotografieren. Es dauert etwa eine Stunde und steht dem Gottesdienst näher als der Show.
Tagsüber beschränkt sich der unterhaltsame Teil auf das, was in den Tälern selbst geschieht: Kamel- und Ausritte auf den näheren Routen, eine Töpferwerkstatt in Avanos, wo man die Scheibe probieren darf, Verkostungen in Kellern, die in den Fels geschlagen sind. Praktisches: Abendprogramme enthalten den Hoteltransfer und enden spät, gegen Mitternacht; in Höhlensälen bleibt es auch im Juli kühl, etwas mit Ärmeln lohnt sich.














