
Führungen in Kappadokien
Kappadokien sieht aus wie kein anderer Ort in der Türkei, und der Grund ist rund zehn Millionen Jahre alt: Drei Vulkane begruben die Hochebene unter Asche, Wind und Wasser formten aus dem weichen Tuff Kegel und Grate, und die Menschen höhlten das Gestein über Jahrtausende aus, um darin zu wohnen. Touren in Kappadokien bedeuten deshalb weniger Abhaken von Sehenswürdigkeiten als Hineingehen — allein das Freilichtmuseum Göreme birgt ein Dutzend Felsenkirchen, an deren Decken byzantinische Fresken hängen.
Die Ballonfahrten in Kappadokien sind das Markenzeichen der Region, und das zu Recht. Die Körbe steigen vor Sonnenaufgang aus den Tälern rund um Göreme auf, treiben auf Augenhöhe mit den Feenkaminen und klettern dann hoch genug, um die ganze Hochebene golden werden zu sehen. Flüge hängen vom Wind ab, deshalb halten Anbieter einen Ersatztag bereit — planen Sie die Ballonfahrt für Ihren ersten Morgen, nicht für den letzten. Am Boden führen Quad- und ATV-Touren in Kappadokien über die Pisten durch Rosental und Liebestal, Jeep-Safaris erreichen Aussichtspunkte, die kein Reisebus je sieht.
Unter der Erde beginnt die andere Hälfte. Derinkuyu und Kaymaklı sind Städte im wörtlichen Sinn: acht Ebenen tief, mit Ställen, Weinpressen, Lüftungsschächten und Steintüren, die sich von innen verschließen ließen — gebaut von Menschen, die sich vor Angreifern versteckten. Wandern in Kappadokien durch das Ihlara-Tal oder das Taubental dauert zwei bis vier Stunden und braucht nichts außer festen Schuhen. Die meisten Touren laufen ganzjährig, doch April bis Juni und September bis Oktober bringen die klarsten Ballonmorgen und das angenehmste Wanderwetter.


































