Sightseeing in Kappadokien

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Sightseeing in Kappadokien

52 Erlebnisse Türkei

Sightseeing in Kappadokien funktioniert anders als anderswo: Die Sehenswürdigkeiten sind keine Bauten, die man in die Landschaft gesetzt hat, sondern die Landschaft selbst, von innen ausgehöhlt. Das Freilichtmuseum Göreme ist der naheliegende erste Halt — eine in den Tuff geschlagene Klostersiedlung, in der die Dunkle Kirche noch Fresken aus dem zwölften Jahrhundert trägt, erhalten geblieben, weil Ruß sie jahrhundertelang schützte. Ein halber Tag reicht in Ruhe, und ein Guide lohnt sich hier wirklich: Ohne ihn verschwimmen die Kapellen ineinander.

Von dort führen die Sightseeing-Touren in Kappadokien meist weiter zur Burg von Uçhisar, dem höchsten Punkt der Region und einer natürlichen Felsenfestung voller Kammern, und nach Paşabağ, wo die Feenkamine zwei- und dreifache Hauben tragen. Das Devrent-Tal hat weder Kirchen noch Denkmäler, nur erodierte Formen, die jeder anders liest. Avanos am Kızılırmak töpfert seit hethitischer Zeit aus rotem Ton, und in den Werkstätten stehen noch Fußdrehscheiben, an die man sich selbst setzen darf.

Die unterirdischen Städte gehören auf jede Besichtigungstour in Kappadokien. Derinkuyu reicht acht Ebenen tief und konnte Tausende samt Vieh aufnehmen; Kaymaklı ist flacher, aber dichter gebaut. Beide sind ganzjährig kühl und stellenweise eng — gut, das vorher zu wissen. Die meisten Führungen teilen die Region in eine Nord- und eine Südroute; wer an zwei Tagen je eine macht, sieht das Wesentliche, ohne dass die Reise zum Gewaltmarsch wird.

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