Natur und Outdoor in Santorin

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Natur und Outdoor in Santorin

18 Erlebnisse Griechenland

Die Natur auf Santorin ist durch und durch geologisch. Die Insel sitzt auf einem tätigen Vulkan, und mitten in der gefluteten Caldera ragen zwei junge Kegel auf — Nea Kameni und Palea Kameni, beide erst nach der Katastrophe gewachsen. Auf Nea Kameni geht man vom Boot an Land und steigt über schwarzen Schotter hinauf: etwa zwanzig Minuten bis zum Kraterrand, Schlacke unter den Sohlen, stellenweise zieht schwefliger Dampf aus den Spalten. Die benachbarte Palea Kameni ist älter, und an ihrem Ufer treten warme Quellen aus — das Wasser ist trüb und rostrot vom Eisen, gebadet wird direkt vom Boot aus.

Das zweite Thema ist das Wasser selbst. Die Caldera ist tief und die Winde wechselhaft, deshalb laufen die meisten Fahrten unter Segeln oder mit der Motoryacht: Die Route zieht an der Steilwand entlang zum Roten Strand unter seinem eisenhaltigen Fels, weiter zum Weißen mit seinem Kalkgeröll und dann zu den heißen Quellen. Es gibt auch Angeln — eine fünfstündige Ausfahrt mit einheimischer Crew, Gerät an Bord, der Fang wird gleich zubereitet. Für sich steht Thirasia: ein Bruchstück der alten Insel gegenüber, fast ohne Besucher, mit drei Dörfern.

Zu Fuß liest sich die Insel ebenfalls. Der Weg auf der Calderakante von Fira über Imerovigli nach Oia misst rund zehn Kilometer am Abgrund entlang, mit ordentlichem Anstieg und dem Absturz stets darunter; man geht früh, vor Hitze und Andrang. Das Inselinnere ist völlig anders: sanfte Felder, korbförmig am Boden gewundene Reben, Dörfer ohne Aussicht und ohne Abgrund. Der höchste Punkt ist der Profitis Ilias, von dem aus die ganze Insel auf einmal zu sehen ist, samt Caldera und offenem Meer dahinter.

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