Führungen in Rom

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Rom stapelt dreitausend Jahre auf eine Straße, deshalb steht nichts in der Reihenfolge, in der es gebaut wurde. Eine mittelalterliche Kirche sitzt auf einem Mithrastempel. Zwei Tickets muss man buchen, alles Übrige lässt sich beim Frühstück entscheiden.

Das Zentrum zu Fuß

Von der Piazza del Popolo zum Kolosseum sind es vierzig Minuten zu Fuß. Fast alles Berühmte liegt zwischen beiden. Der Rest liegt jenseits des Flusses.

  • Das Pantheon. Die größte unbewehrte Betonkuppel, die je gebaut wurde, fertiggestellt um 126 nach Christus. Eintritt kostet sie seit 2023.
  • Der Trevi-Brunnen. Der Blick von der Brüstung ist frei. Die Stufen hinunter zum Wasser kosten zwei Euro, sofern man nicht hier wohnt.
  • Trastevere und Monti. Verwinkelte Straßennetze an entgegengesetzten Seiten des Zentrums, und dort wird tatsächlich gegessen.

Die zwei großen Tickets

  • Die Zeitfenster fürs Kolosseum öffnen dreißig Tage vorher. Das Ticket gilt für eine halbe Stunde, nicht für einen Tag, und deckt Forum und Palatin vierundzwanzig Stunden lang ab.
  • Die Tore. Das Kolosseum öffnet um halb neun, das Forum um neun. Um elf ist das Forum im Juli der heißeste Boden Roms.
  • Der Vatikan macht spät zu. Montag bis Samstag ist bis acht geöffnet, letzter Einlass um sechs, und fast alle anderen kommen um neun.
  • Ein Weg, sieben Kilometer. Die Route führt nicht im Kreis, und die Sixtinische Kapelle liegt am Ende. Eine halbe Stunde vor Schluss räumt das Personal die Säle.
  • Zwanzig an der Kasse, fünfundzwanzig online. Die fünf Euro mehr kaufen die Warteschlange weg.
  • Freie Sonntage. Die staatlichen Stätten sind am ersten Sonntag im Monat frei, der Vatikan am letzten. Beides sind die vollsten Tage überhaupt.

Der Petersdom kostet nichts und öffnet um sieben. Das ist die eine Stunde ohne Schlange an der Sicherheitskontrolle.

Kaffee, Abendessen und die römische Uhr

Für dieselbe Tasse gibt es zwei Preise, und die Bar muss beide aushängen. Am Tresen stehen ist der günstige. Sitzen ist ein Tarif und kein Betrug.

  • Al banco. Im Stehen kostet ein Espresso etwa einen Euro zwanzig, ein Cornetto mit Cappuccino etwa drei. An einem Tisch auf einer berühmten Piazza das Fünffache.
  • Abendessen. Die Küchen öffnen gegen halb acht in leere Räume, und die Römer kommen um neun. Eine volle Terrasse um sieben, davor ein Schlepper mit Fotokarte, hält keinen einzigen Römer.

Räder, und die Tagesausflüge aus Rom

  • Kleine Fahrzeuge. Autos von Auswärtigen sind im Zentrum verboten, also fährt man Vespa, Beiwagen, alten Fiat oder E-Bike über die Via Appia.
  • Essen als Tour. Rundgänge durch Trastevere und über den Campo de' Fiori, Pasta- und Gelatokurse, Verkostungen als Vorwand zum Sitzen.
  • Die langen Tage nach Süden. Pompeji mit Sorrent dauert zwölf Stunden von Tür zu Tür. Orvieto, Assisi und Montepulciano ungefähr genauso lang, mit Mittagessen.

Praktisches

  • Hitze. Die Julihöchstwerte liegen im Mittel bei etwa 32 Grad, Hitzewellen gehen darüber. Die Ruinen haben keinen Schatten, also vor zehn und nach fünf laufen.
  • Wasser. Rund 2.800 Straßenbrunnen, die nasoni, führen Trinkwasser, zweihundert davon im Zentrum.
  • Kleiderordnung. Der Petersdom und die meisten Kirchen weisen nackte Schultern und Knie ab.
  • Metro. Drei Linien. Die Linie C erreichte im Dezember 2025 das Kolosseum; Pantheon und Trastevere haben keine.
  • Trinkgeld. Das coperto von zwei oder drei Euro pro Kopf steht auf der Karte und ist kein Trinkgeld. Darüber hinaus aufrunden.

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