Führungen in Valencia

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Valencia ist Spaniens dritte Stadt und um einen Fluss herum gebaut, den es nicht mehr gibt. Der Turia trat 1957 über die Ufer und tötete Dutzende. Ingenieure verlegten den Lauf nach Süden, und das leere Bett wurde ein Park.

Die Altstadt in der Flussschleife

Das mittelalterliche Zentrum passt in die Schleife, die der Fluss einst zog. Zwei Tortürme sind von der Mauer geblieben, die es schloss. Alles Weitere liegt zu Fuß fünfzehn Minuten auseinander.

  • Die Kathedrale. Sie bewahrt einen Kelch, den der Vatikan als Anwärter auf den Heiligen Gral gelten lässt. Der Glockenturm Micalet daneben hat 207 Stufen.
  • La Lonja de la Seda. Die Seidenbörse des fünfzehnten Jahrhunderts, 1996 von der UNESCO gelistet, mit einer Halle voll gedrehter Steinsäulen.
  • Mercado Central. Eine Markthalle aus Eisen und Glas von 1928, außer sonntags jeden Morgen in Betrieb.
  • El Carmen. Das alte Viertel hinter den Türmen, voller Wandbilder und kleiner Bars.

Das Flussbett und sein anderes Ende

Die Turia-Gärten ziehen sich neun Kilometer mitten durch die Stadt, unter Straßenniveau und von alten Brücken überquert. Menschen laufen, radeln und schlafen darin. Ein Fahrrad ist die vernünftige Art, die ganze Länge zu sehen.

Am östlichen Ende füllte Santiago Calatrava das letzte Stück mit weißem Beton. Die Stadt der Künste und Wissenschaften öffnete 1998. Ihr Aquarium ist das größte Europas, und das Opernhaus sieht aus wie ein Helm.

Reisland

Zehn Kilometer südlich liegt die Lagune Albufera hinter einem Kiefernriegel, umringt von Reisfeldern. Von hier kommt die Paella, und im Original stecken Kaninchen, Huhn und Bohnen darin. Versionen mit Meeresfrüchten sind eine Variante der Küste.

Boote fahren bei Sonnenuntergang von El Palmar ab, wenn das Licht über dem Wasser flach wird. Lagunenfahrten und Kochkurse werden zusammen verkauft. Beides endet mit dem Mittagessen, denn Reis ist hier ein Mittagsgericht.

Praktisches

  • Milde Winter. Januartage liegen um 16 Grad, und das Meer bleibt von Juni bis in den Oktober badbar. Der August ist eher schwül als glühend.
  • Fallas. Fünf Tage im März, an denen die Stadt riesige satirische Figuren baut und verbrennt. Das Feuerwerk geht um zwei Uhr nachmittags los.
  • Vom Flughafen. Die Metrolinien 3 und 5 erreichen das Zentrum in etwa fünfundzwanzig Minuten.
  • Paella-Regeln. Ab zwei Personen bestellt, in vierzig Minuten frisch gekocht, mittags gegessen. Was um acht Uhr abends auf einer Fotokarte steht, war aufgewärmt.
  • Horchata. Ein kaltes Getränk aus Erdmandeln, dazu gezuckerte Fartons. Alboraya im Norden baut die Knollen an.
  • Preise. Ein Mittagsmenü kostet zehn bis vierzehn Euro, ein Kaffee unter zwei.
  • Räder. Flache Straßen, ein öffentliches Leihsystem und ein Park ohne Autos darin.

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