Beste Natur und Outdoor in Kreta, Griechenland 2026: GetExperience
Die Natur auf Kreta wird von einer Wanderung beherrscht. Die Samaria-Schlucht läuft sechzehn Kilometer von der Omalos-Hochebene hinunter zum Libyschen Meer, dauert fünf bis sieben Stunden und verengt sich an den Eisernen Toren auf drei Meter zwischen dreihundert Meter hohen Wänden. Es ist eine Einbahnstrecke — man endet in Agia Roumeli und fährt per Boot zurück — und sie öffnet je nach Wasserstand etwa von Mai bis Oktober. Wandern auf Kreta heißt für die meisten genau das, einmal, und der Ruf ist verdient.
Die Alternativen sind ruhiger und kürzer. Die Imbros-Schlucht misst acht Kilometer bei halbem Aufwand, Agia Irini liegt fast durchgehend im Schatten, und über der Aradena-Schlucht hängt die Brücke, von der die Bungee-Springer gehen. Darüber stehen die Lefka Ori, die Weißen Berge, mit zwanzig Gipfeln über 2.000 Metern und dem Fernwanderweg E4, der die Insel von Ende zu Ende quert.
Den Rest trägt die Küste. Balos und Elafonissi sind die Lagunen mit rosa Sand, die alle fotografieren; bei Preveli wächst ein Palmenwald an einem Fluss zum Meer; Seitan Limania erreicht man über einen steilen Abstieg, der genau die richtige Zahl Leute abschreckt. Naturtouren auf Kreta laufen im Frühjahr am besten, wenn die Insel rund 2.000 Pflanzenarten trägt, davon etwa ein Zehntel endemisch. Im Juli und August früh starten — die Schluchten schließen ihre Eingänge am frühen Nachmittag, und die Hitze auf der Hochebene ist kein Scherz.































