Führungen in Napoli

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Neapel ist die lauteste der großen italienischen Städte. Entweder man mag sie nach einer Stunde, oder nie. Das historische Zentrum ist UNESCO-Stätte und ganz normales Wohnviertel zugleich, mit Wäsche über den Gassen und Rollern darin. Die Pizza wurde hier erfunden, und die Regeln für sie stehen im Gesetz.

Was die Stadt selbst hergibt, bevor einen jemand hinausfährt:

  • Spaccanapoli. Die schnurgerade Straße aus griechischer Zeit, die die Altstadt teilt, und die kirchendichten Häuserblocks zu beiden Seiten.
  • Das Archäologische Museum. Dort steht tatsächlich fast alles Tragbare aus Pompeji und Herculaneum.
  • Straßenessen. Frittierte Pizza, Sfogliatella und Taralli, aus Hauseingängen verkauft statt aus Restaurants.
  • Das unterirdische Neapel. Griechische Steinbrüche, daraus ein römischer Aquädukt und dann ein Luftschutzraum, vierzig Meter tief und vom Zentrum aus zu betreten.

Das Angebot dreht sich vor allem ums Wegfahren. Neapel ist das Tor vom Festland zur Archäologie und zur Küste, und seine beiden großen Tage laufen über Land. Pompeji und Herculaneum liegen zwanzig Minuten mit dem Zug entfernt, zusammen verkauft und oft mit dem Vesuv dazu.

Die Amalfi-Fahrt geht im Minivan über Sorrent, Positano und Amalfi, zehn Stunden mit der Küstenstraße hin und zurück. Boote gibt es hier auch. Doch das Meer gehört der Halbinsel.

Praktisches

  • Pompeji. Vierundvierzig Hektar mit fast keinem Schatten. Wasser, Hut und geschlossene Schuhe für das Basaltpflaster.
  • Vesuv. Der Gipfelweg schließt bei schlechtem Wetter ohne Vorwarnung, und bei aufkommendem Wind bleibt der Krater zu.
  • Züge. Die Circumvesuviana ist billig, langsam und voll, und sie ist die Linie der Taschendiebe. Am Bahnhof Garibaldi die Taschen im Blick behalten.
  • Amalfi über die Straße. Zehn Stunden von Tür zu Tür, das meiste davon in Serpentinen. Nicht der Tag für jemanden, dem im Auto schlecht wird.
  • Bargeld. Straßenessen und die kleinen Läden nehmen nichts außer Bargeld.
  • Schlangen vor der Pizzeria. Die berühmten Häuser nehmen keine Reservierung. Man zieht eine Nummer und wartet auf der Straße, oft eine Stunde.

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