
Göreme hat merklich mehr Hamams, als ein Ort dieser Größe vermuten ließe, und der Grund ist einfach: Nach einem Tag in den Tälern, wo Tuffstaub in die Haut zieht und die Anstiege den Beinen zusetzen, ist das Bad der logische Abschluss. Das klassische Programm läuft als Folge von Räumen ab: Aufwärmen auf der Marmorplatte in der Mitte, Peeling mit dem Kese-Handschuh, das die oberste Hautschicht abträgt, Schaummassage und Tee im Ruheraum.
Die Programme unterscheiden sich darin, was zu dieser Grundlage kommt. Das Basisangebot besteht aus Aufwärmen, Peeling und Schaum, anderthalb Stunden. Erweiterte Fassungen enthalten Ölmassage, Gesichtspflege oder eine Einheit im Whirlpool; das volle Paket dehnt sich auf zweieinhalb Stunden. Ein Teil der Häuser in Göreme belegt in den Fels geschlagene Räume, wo Gewölbe und gleichbleibende Temperatur vom Gestein stammen und nicht von der Lüftung.
Praktisches. Peştemal-Tuch und Pantoffeln gibt es meist vor Ort, mitzubringen sind nur Badezeug und Wäsche zum Wechseln. Manche Hamams halten getrennte Männer- und Frauenbereiche, andere nehmen gemischt auf — fragen Sie bei der Buchung, wenn Ihnen das wichtig ist. Treten Sie danach nicht sofort in die Kälte: In Kappadokien sind es abends auch im Sommer etwa zehn Grad, und aufgewärmte Haut reagiert schärfer.
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