Führungen in Straßburg

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Straßburg ist eine Inselstadt. Die Ill teilt sich und schließt sich um die Grande Île, die den gesamten historischen Kern trägt. Die UNESCO nahm sie auf und dehnte den Titel später auf das deutsche Kaiserviertel dahinter aus.

Was die Insel trägt

Alles Alte liegt innerhalb eines Fußwegs von zwanzig Minuten.

  • Das Münster. Rosa Vogesensandstein mit einem einzelnen, asymmetrischen Turm, von 1647 bis 1874 das höchste Bauwerk der Erde.
  • Die astronomische Uhr. Ihr Apostelumgang läuft täglich um halb eins, angetrieben von einem Werk, das in den 1840er Jahren fertig wurde.
  • Petite France. Das alte Gerber- und Müllerviertel, Fachwerkgiebel, die sich über Kanäle und Schleusen neigen.
  • Die Ponts Couverts. Vier mittelalterliche Türme und darüber die Terrasse des Barrage Vauban, mit dem besten Blick zurück auf den Turm.
  • Die Neustadt. Breite deutsche Alleen, nach 1871 gebaut und später in den UNESCO-Titel aufgenommen.

Das andere Straßburg und was dahinter liegt

Das andere Straßburg liegt eine Tramfahrt nördlich. Der Europarat sitzt seit 1949 hier, in einem Viertel aus Glas und Fahnen. Daneben stehen das Europäische Parlament und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

  • Deutschland. Die Tramlinie D quert den Rhein nach Kehl, ein anderes Land ist also zwanzig Minuten und ein normales Ticket entfernt.
  • Die Weinstraße. Sie führt südwärts über Obernai und Riquewihr Richtung Colmar, mit dem Wagen ein bequemer voller Tag.
  • Der Tisch. Flammkuchen, Choucroute und Baeckeoffe in einer Winstub, dazu trockener Riesling statt Bier.
  • Zu Fuß. Handygeführte Routen nehmen Münster, Petite France und die Brücken zum Preis eines Kaffees.

Praktisches

  • Weihnachten. Der Markt läuft von Ende November bis Heiligabend und führt 1570 als Gründungsjahr an, womit er der älteste Frankreichs wäre. Zimmer sind Monate vorher weg und die Preise verdoppeln sich.
  • Wetter. Im Winter kalt und feucht, im Sommer warm. Das Frühjahr auf der Weinstraße ist das stille Vergnügen.
  • Ankommen. Der Flughafen hat einen eigenen Bahnhalt, und der Zug erreicht den Hauptbahnhof in unter zehn Minuten. Ein Kombiticket deckt Zug und anschließende Tram ab.
  • Unterwegs. Das Zentrum ist Fußgängerzone, den Rest übernimmt die Tram, günstig und häufig.
  • Geld. Ein Glas Riesling kostet etwa vier Euro, ein Flammkuchen zehn, ein Mittagsmenü fünfzehn. Der Service steckt schon im Preis, mehr als Kleingeld ist es also nicht.
  • Küchenzeiten. Viele Küchen schließen zwischen Mittag und sieben Uhr abends, was Gäste regelmäßig kalt erwischt.

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